13.11.2014

Sauna-Brand am Welcome-Hotel

Elf Monate nach dem verheerenden Brand der Blockhaussauna des Welcome-Hotels und wenige Wochen nach deren Wiedereröffnung ist die Außensauna gestern erneut in Flammen aufgegangen.

 

 

Bad Arolsen. Als die ersten Feuerwehrleute gegen 15.50 Uhr vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen schon aus dem Gebäude. Die Rauchsäule war in der ganzen Innenstadt zu sehen. Es dauerte nicht lange, dass sich auch der Brandgeruch in der Innenstadt ausbreitete.

Von allen Seiten gingen die Einsatzkräfte gegen das Feuer vor, doch es dauerte eine gute Stunde, bis der Brand unter Kontrolle war.

Die bange Frage, die in dieser Zeit alle beschäftigte, lautete: Sind keine Personen mehr im Gebäude. Als nach etwa 50 Minuten der erste Löschtrupp einen Innenangriff wagte, und dann auch mit der Wärmebildkamera im Inneren des massiven Gebäudes unterwegs war, stand schließlich fest, dass die Sauna leer war und niemand verletzt wurde.

Beim Brand Ende November vergangenen Jahres hatte  ein Saunagast aus Unachtsamkeit mit Aufgussflüssigkeit hantiert und sich damit selber übergossen. Er erlitt damals schere Brandverletzungen.

Aus diesem Unfall wurden beim Neubau der Sauna die nötigen Lehren gezogen: Ein Aufguss durch Saunagäste ist technisch ausgeschlossen, hieß es. Alles laufe automatisch ab. Die Brandexperten der Kripo untersuchen nun, ob ein technischer Defekt den Brand ausgelöst hat oder ob am Ende gar Brandstiftung vorliegt.

Der von der Brandversicherung finanzierte Neubau der Sauna hatte rund 180 000 Euro gekostet.  

(Text und Bilder WLZ/Elmar Schulten)

12.11.2014

Kaminbrand in Schmillinghausen

Nach einem Kaminbrand in Schmillinghausen ist ein Haus in der Holzhäuser Straße auf absehbare Zeit unbewohnbar geworden. Besonders tragisch: Im Februar 2004 hatte es im gleichen Haus schon einmal gebrannt. Damals war eine Bewohnerin in Panik aus einem Giebelfenster in die Tiefe gesprungen und hatte sich schwerste Verletzungen zugezogen.

 

 

Diesmal war ein überhitzter Schornstein die Ursache. Verletzt wurde niemand.

Die Alarmierung erfolgte in der Nacht zum Mittwoch gegen 0.50 Uhr. Zunächst sah es aus, als könnte der Schornsteinfeger den Kaminbrand in den Griff bekommen. Doch dann stellten die erfahrenen Feuerwehrleute fest, dass da noch mehr sein musste. Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer setzte die Wärmebildkamera ein. Temperaturen um die 460 Grad wurden an der Balkendecke im ersten Obergeschoss rund um den Schornstein gemessen.

Bald stand fest, dass sich ein Schwelbrand durch die Balkendecke gefressen hatte. Die Decke musste geöffnet werden. Und je mehr freigelegt wurde, desto größer erwies sich das Ausmaß des Schadens. Die Tapete entzündete sich. Es entwickelte sich ein offenes Feuer.

Inzwischen waren die Feuerwehrkameraden aus Bad Arolsen mit der Drehleiter in Schmillinghausen eingetroffen. Der Löschangriff wurde mit mehreren Trupps unter Atemschutz im Haus und von außen vorgebracht. Dabei wurden Teile der Etagendecke aus Lehmfachwerk in Mitleidenschaft gezogen. Später musste die Balkendecke mit mobilen Stützen gesichert werden. Auch Teile des Daches mussten geöffnet werden, um das ganze Ausmaß des Schadens abschätzen zu können.

Inzwischen drang der Rauch schon ins zweite Obergeschoss. „Sogar aus den Steckdosen kam Rauch“, berichtet der Stadtbrandinspektor.

Weil ständig viele Atemschutzgeräterträger auf drei Ebenen benötigt wurden, mussten weitere Kräfte von den Feuerwehren aus Helsen und Mengeringhausen angefordert werden.  Insgesamt waren 74 Feuerwehrleute aus Schmillinghausen, Bad Arolsen, Helsen und Mengeringhausen im Einsatz.  

(Text und Bilder WLZ/Elmar Schulten)

                                                       

09.06.2011 

Acht Verletzte bei Brand in Wohnhaus

Bad Arolsen-Mengeringhausen

 

Acht Personen erlitten Rauchvergiftungen bei einem Brand in der Nacht zu Freitag in der Berliner Straße in Mengeringhausen. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren aus Mengeringhausen und Bad Arolsen konnte Schlimmeres verhindert werden.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen hatte eine 83-Jährige in ihrer Erdgeschosswohnung eine Kerze entzündet. Diese war umgekippt, und es breitete sich innerhalb kürzester Zeit ein Feuer aus. Löschversuche der alten Dame scheiterten. Die Bewohner der darüberliegenden Wohnung alarmierten gegen 0.45 Uhr die Rettungskräfte.

09.06.11

Dicke Qualmwolken drangen aus dem Gebäude, die Erdgeschosswohnung der alten Dame stand in Flammen, als die Feuerwehrleute und die Notarztteams am Einsatzort eintrafen. Während sich die 83-Jährige offenbar bereits selbst ins Freie gerettet hatte, standen auf zwei Balkonen im oberen Geschoss insgesamt vier Hausbewohner, denen Rauch den Weg durchs Treppenhaus versperrte. Die Feuerwehrleute konnten vier der insgesamt neun in dem Haus befindlichen Bewohner mithilfe des Drehleiterfahrzeugs aus dem Haus holen. Zwei Personen verließen unter dem Schutz einer Fluchthaube in Begleitung von Feuerwehrleuten das Haus über den völlig verqualmten Flur. Die anderen gelangten ohne weitere Hilfe aus dem Gebäude. Mehrere Tiere, Hunde und Katzen, konnten ebenfalls gerettet werden.

09.06.11

Während die Feuerwehrleute den Brand bekämpften, versorgten Rettungskräfte bereits die Verletzten. Insgesamt waren zur Erstversorgung und Brandstellenabsicherung sechs Rettungswagen-Besatzungen sowie die Notärzte aus Bad Arolsen und Korbach im Einsatz. Später kamen der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst hinzu, die den Großeinsatz koordinierten. Die Leitstelle alarmierte zudem die Schnelleinsatzgruppe des DRK, um einerseits die Brandstellenabsicherung für die Feuerwehrleute weiterhin zu gewährleisten und andererseits die Arolser Rettungswache für mögliche weitere Notfälle im Raum Arolsen besetzt zu halten.

Nachdem die Brandschützer das Feuer in der Wohnung unter Atemschutz gelöscht hatten, brachten sie über den Balkon verbrannte Einrichtungsgegenstände nach draußen. Mit der Wärmebildkamera überprüften sie die Wohnung auf versteckte Glutnester und löschten diese ab.

09.06.11

Mit einem Hochdrucklüfter pressten die Brandschützer den Rauch aus dem Treppenhaus, um den nicht verletzten Bewohnern die Rückkehr ins Haus zu ermöglichen. Die meisten Bewohner verfolgten den Löscheinsatz vom Grundstück vor dem Haus aus. Auch zahlreiche Nachbarn, die durch den Einsatz wach geworden waren, verfolgten das Geschehen. Die Wohnung der 83-Jährigen ist durch das Feuer unbewohnbar. Der Schaden beläuft sich nach einer ersten Schätzung der Polizei auf 50.000 Euro.

09.06.11

Text: WLZ / 112-Magazin

Bilder: 112-Magazin

 

09.06.2011 

Großeinsatz füe die Feuerwehr

Gegen 1 Uhr am Mittwochmorgen wurden die Feuerwehr aus Bad Arolsen und Mengeringhausen alarmiert. Im Baumarkt Wegener im Stadtteil Mengeringhausen brannte es. Mit allen Fahrzeugen rückten die beiden Wehren aus. Als die Einsatzkräfte an der Mengeringhäuser Ostpreußenstraße ankamen, schlugen die Flammen bereits durch die Dachhaut.

 

 

 

Über dem Gebäude stand eine große Rauchwolke. Zunächst mussten sich die Wehrleute einen Zugang zum Gelände schaffen, das von einem Zaun umgeben ist. Von zwei Seiten des Baumarktes sowie von der Arolser und Korbacher Drehleiter aus, wurden die Flammen bekämpft.

 

 

Mit insgesamt 150 Einsatzkräften waren die Feuerwehren aus Mengeringhausen, Bad Arolsen, Helsen, Massenhausen, Landau, Schmillinghausen, Wetterburg, Rhoden und Korbach sowie der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes aus Ehringen am Brandort im Einsatz. Aufgrund der Minustemperaturen bestanden Probleme durch die Vereisung der Schläuche und Rohre sowie durch gefrierendes Löschwasser.


 

Ebenso hatten die Einsatzkräfte mit dem rasch entstehenden Eispanzer auf ihrer Kleidung zu kämpfen. Der durch das Löschwasser entstandene Wassernebel setzte sich auf die Kleidung und gefror dort sogleich. Bei dem Brand wurde niemand verletzt, auch bestand für die Bevölkerung durch die Rauchgase keine Gefahr.  

 

 

Nach ersten Informationen der Feuerwehr brach der Brand im Lagerbereich des Marktes aus. Mit mehreren Trupps, die mit Atemschutzgeräten in den Baumarkt gingen, versuchten die Wehren, das Übergreifen der Flammen auf die Verkaufsräume zu verhindern. Zur Unterstützung der zahlreichen Feuerwehrleute baute die SEG ein Zelt auf, in dem sich die Feuerwehrleute aufwärmen konnten. Außerdem versorgten sie die Brandschützer mit heißen Getränken. In Bereitschaft standen auch ein Notarzt sowie ein Rettungswagen des Roten Kreuz.

 

 

Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick und der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst machten sich ein Bild von der Lage. Die benachbarte Tankstelle wurde vorsichtshalber abgeschaltet. Die Ortsdurchfahrt, an der der Baumarkt liegt, wurde während der Löscharbeiten gesperrt. Zahlreiche Löschfahrzeuge waren dort aufgefahren. Auch ein Räumfahrzeug des städtischen Betriebshofes rückte in der Nacht an, um die Flächen rund um den Brandort abzustreuen.

Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht ihre Ermittlungen auf. Dabei wird auch wegen Brandstiftung ermittelt. In den Baumarkt war in den vergangenen knapp drei Wochen drei Mal eingebrochen worden. Das letzte Mal in der Nacht zum vergangenen Dienstag, einen Tag vor dem Brand.
 

Text und Bilder: www.112-magazin.de, HNA, WLZ, Feuerwehr Mengeringhausen

 

16.12.2010

Immer wieder flackern Brandnester auf. Nach dem Großbrand im Wegener-Baumarkt sucht die Polizei immer noch nach den Ursachen. Ermittelt wird in alle Richtungen. Auch wenn Brandstiftung nach den drei Einbrüchen der vergangenen beiden Wochen sehr wahrscheinlich ist, wird auch ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen. Erschwert wird die Ermittlung durch die unsicheren statischen Verhältnisse am Brandherd. Die Hallenkonstruktion, die unter der Hitze sehr gelitten hat, droht einzustürzen.

 

 

 

Dieser Umstand erschwert auch die Brandwache für die Feuerwehr. Immer wieder flackerten am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag neue Brandnester auf, die aus sicherer Entfernung abgelöscht werden mussten, weil auch die Feuerwehr die Halle nicht betreten darf, solange der Statiker kein grünes Licht gegeben hat. So stellten die Feuerwehren der Kernstadt, aus Mengeringhausen und aus Landau den ganzen Donnerstag über Brandwachen.
 

Großes Lob zollte Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer den über 150 Einsatzkräften vom Mittwochmorgen: Trotz klirrender Kälte hätten alle professionell einen guten Job gemacht und durchgehalten. Dadurch sei ein größerer Schaden verhindert worden. Bad Arolsens Wehrführer Gordon Kalhöfer lobte die gute Zusammenarbeit der vielen Wehren aus vielen Stadtteilen und den Nachbarstädten Korbach und Rhoden. Alle hätten reibungslos Hand in hand gearbeitet. Die Rhoder Kameraden übernahmen am Mittwoch sogar die Brandwache für die Stadt Bad Arolsen, weil der Bad Arolser Feuerwehr-Stützpunkt mit allen Fahrzeugen und Einsatzkräften am Baumarkt gebunden war.
 

Text und Bild: WLZ

 

17.12.2010

Technischer Defekt löste den Großbrand aus.

Zwei Tage nach dem Großbrand im Wegener Baumarkt steht nun die Brandursache fest. Ein Brandursachenermittler hat am Freitag im Auftrag der Staatsanwaltschaft und der Versicherung den Brandort auf dem Gelände des geschädigten Baumarktes an der Landstraße zusammen mit den Brandermittlern der Korbacher Kriminalpolizei untersucht. Dabei konnte Brandstiftung als Brandursache ausgeschlossen werden. Vielmehr stellte der Gutachter fest, dass es durch einen technischen Defekt an einer elektrischen Leitung zur Entzündung einer Lichtleiste gekommen war. Durch anschließend herabtropfendes brennendes Material entzündete sich darunter gelagertes Baumaterial und entwickelte sich zu dem Großbrand.

Ein Zusammenhang mit den Einbrüchen der letzten Wochen kann somit ausgeschlossen werden. Unterdessen hat der Geschäftsführer der Firma Wegener, Jürgen Wegener, das beherzte und professionelle Vorgehen der 150 Feuerwehrleute gelobt. Die Feuerwehr habe ein Übergreifen der Flammen auf die Verkaufsräume verhindern können, so dass nun der Verkauf fast unvermindert fortgeführt werden könne.
 

Text: WLZ

 

 

10.05.2010

Acht Verletzte bei Brand

Aus bislang noch ungeklärter Ursache brach am späten Vormittag gegen 11.45 Uhr in einem Kellerraum eines Mehrfamilienhauses in der Doktor-Ohlendorf-Straße ein Brand aus. Auch im Gang vor dem Raum, in dem eine Heizungsanlage steht und verschiedene Gegenstände gelagert sind, brannte es.  

 

 

Die Leitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Mengeringhausen und Bad Arolsen, außerdem die Kameraden aus Korbach mit der Drehleiter - das Arolser Leiterfahrzeug ist derzeit in der Wartung und daher nicht einsatzbereit. Weil es ursprünglich geheißen hatte, mehrere Menschen seien in einem brennenden Gebäude in Gefahr, forderte die Leitstelle auch mehrere Rettungswagen und Notärzte an. Bereits auf der Anfahrt habe man eine "weithin sichtbare Rauchsäule" gesehen, erklärte der Einsatzleiter stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Seebold. Daher habe man in Mengeringhausen zusätzlich Sirenenalarm und für die Kernstadtwehr Vollalarm gegeben. Insgesamt waren innerhalb kürzester Zeit bis zu 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz an der Brandstelle. Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort, die Zufahrt zum Wohngebiet abgeriegelt. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick war ebenfalls nach Mengeringhausen gekommen.

 

 

Menschen mit Fluchthauben und über Drehleiter gerettet
 

Während die Mengeringhäuser Kameraden den eigentlichen Brand unter Atemschutz bekämpften, gingen zwei Arolser Trupps - ebenfalls unter Atemschutz in das Gebäude, um die vom Rauch bedrohten Bewohner zu retten. Fünf Menschen wurden mit sogenannten Fluchthauben ins Freie geführt. Drei weitere Menschen, die sich auf Balkone ihrer Wohnungen gerettet haben, retteten die Brandschützer über den Korb der Drehleiter auf der Gebäuderückseite. Alle acht wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von Rettungskräften behandelt. Zwei würden vermutlich stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Hubschrauber-Notarzt Peter Stahl gegenüber 112-magazin.de.
 

Mit dem Helikopter Christoph 7 aus Kassel war neben Stahl ein weiterer Notarzt nach Mengeringhausen geflogen worden. Im Einsatz waren außerdem der Korbacher und der Bad Arolser Notarzt, ein Leitender Notarzt, zwei Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie mehrere Rettungswagen aus dem regulären Rettungsdienst sowie von den Schnelleinsatz-Gruppen (SEG) Korbach und Bad Arolsen.
 

Bereits am frühen Nachmittag nahmen Beamte der Korbacher Kriminalpolizei die Ermittlungen an der Brandstelle auf. Bis dahin hatte die Feuerwehr das völlig verrauchte Gebäude mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht. Angaben über die Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor. (pfa)
 

Anmerkung des Webmasters:
Aus der Wohnung über dem Brandraum konnte zum wiederholten mal ein Meerschweinchen gerettet werden. Das Tier namens Speedy musste bereits bei einem Brand am 02.08.2008 aus einem direkt betroffenen Brandraum befreit werden.

Bericht und Bilder 112-Magazin.de