06.10.2018 Sägewerk in Vollbrand

Erste Bilanz nach Großbrand in Mengeringhäuser Sägewerk: Drei Millionen Euro Schaden

Dass nicht noch mehr passiert ist, liegt vor allem am massiven Einsatz der Feuerwehren aus Nordwaldeck und dem benachbarten Wolfhagen. Mit drei Drehleitern waren die Feuerwehren in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Firmengrundstücke mit ihren Werkzeughallen sowie auf ein Wohngebäude auf dem Gelände des Sägewerks zu verhindern.

 

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Ursprünglich war ein Scheunenbrand gemeldet worden, doch schon gleich beim Eintreffen der ersten Löschkräfte ließ Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer weitere Hilfskräfte nachalarmieren.

So rückten nach den Feuerwehren aus Mengeringhausen, Bad Arolsen und Helsen auch Massenhausen, Schmillinghausen, Wetterburg, Neu-Berich, Landau und Braunsen aus. Aus Rhoden kam ein Tanklöschfahrzeug, um den ersten großen Wasserbedarf zu decken, denn es dauerte eine Weile bis die kilometerlangen Schlauchleitungen bis zum Hydranten auf dem Hewi-Werksgelände verlegt und mit Tragkraftspritzen verstärkt waren.


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Aus Wolfhagen rückten die Drehleiter, ein Löschgruppenfahrzeug und ein Einsatzleitwagen an, Aus Korbach kamen ebenfalls eine Drehleiter, ein Schlauchwagen und ein Löschgruppenfahrzeug, außerdem mehrere Atemschutzgeräteträger und der große Einsatzleitwagen ELW 2.

Die DRK-Bereitschaften aus Ehringen, Diemelstadt und Korbach rückten an, um  die Versorgung der Einsatzkräfte mit heißen Getränken und Frühstück zu organisieren. Nach Abrücken des hauptamtlichen Rettungsdienstes mit Notarzteinsatzwagen und Rettungswagen  übernahmen die Ehrenamtlichen die Absicherung. Zum Glück verlief der Einsatz aber ohne Verletzte, so dass der Rettungsdienst nicht eingreifen musste.

 

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Mehrere Gasflaschen auf dem Nachbargrundstück

Das hätte leicht anders ausgehen können, denn im Gefahrenbereich der Fahrzeughallen auf dem Nachbargrundstück befanden sich mehrere Gasflaschen, die allerdings ohne Probleme weggetragen werden konnten.

Im ersten WLZ-Bericht hatte es geheißen, dass Gasflaschen auf dem Sägewerksgelände explodiert seien. Diese Einschätzung hat sich inzwischen als Irrtum erwiesen. Die lauten Explosionen wurden von brennenden Reifen ausgelöst, versichert Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer. Explodierende Gasflaschen hätten eine deutlich durchschlagendere Wirkung.

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Am Morgen nach dem Einsatz zeigte sich Meyer sehr zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Alle hätten ihr Bestes gegeben und ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude, angrenzende Hallen und die teuren Fahrzeuge in den Werkstatthallen verhindert.

Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr habe man eine Warnung über das Katastrophenschutzsystem KatWarn ausgegeben, weil sich zu diesem Zeitpunkt abzeichnete, dass die Rauchschwaden relativ dicht über dem Erdboden in Richtung Bad Arolsen zogen. Deshalb sei der Hinweis an die Bevölkerung richtig gewesen, die Fenster geschlossen zu halten.

Für die Dauer des Einsatzes von etwa 2 Uhr Nachts bis 11.30 war die Bundesstraße B252 im Bereich Mengeringhausen für den Verkehr gesperrt.

Gegen 11 Uhr meldete  der Wassermeister der Stadt Bad Arolsen, dass die Wasservorräte im Hochbehälter Matzenhöhe an ihre Grenzen kämen. Beim Einsetzen der häuslichen Verbräuche und  bei gleichzeitiger großer Wasserentnahme durch die Feuerwehr drohte der Wasserdruck abzusinken. Zu diesem Zeitpunkt aber konnte auch die Feuerwehr ihre Wasserabnahme zurückfahren. Das Feuer war gelöscht. Es gab nur noch Nachlöscharbeiten.


Text und Bilder: Elmar Schulten, WLZ-online.de

17.01.2017


MENGERINGHAUSEN/TWISTE.

Zwei Tote und drei Schwerverletzte - das ist die traurige Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich am Dienstagnachmittag auf der Bundesstraße 252 zwischen den Abfahrten Mengeringhausen und Elleringhausen ereignet hat. Ein Auto und ein Kleintransporter waren frontal zusammengestoßen. Für zwei Erwachsene im Auto kam jede Hilfe zu spät.



Bei den tödlich verletzten Erwachsenen handelt es sich um einen 37 Jahre alten Mann und seine 34-jährige Ehefrau aus Bad Arolsen. Ihre beiden drei und sechs Jahre alten Kinder, die auf der Rückbank des BMW Kombis saßen, erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Kinder wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Kassel und Gießen geflogen. Der 57 Jahre alte Fahrer des Lieferwagens wurde ebenfalls schwer verletzt. Er wurde in ein hiesiges Krankenhaus eingeliefert. Nach dem Unfall, der sich gegen 16 Uhr ereignet hatte, blieb die Bundesstraße mehrere Stunden bis in den Abend hinein voll gesperrt.


Die Unfallstelle liegt etwa mittig zwischen den beiden Anfahrten. Nach Angaben eines Polizeisprechers befuhr der 57-Jährige mit dem Lieferwagen eines Bad Arolser Unternehmens aus Richtung Twiste kommend in Fahrtrichtung Bad Arolsen. In einer leichten Rechtskurve kam der Mann aus noch ungeklärten Gründenvon seinem Fahrstreifen ab und geriet auf die Gegenspur. Dort kam es zum Frontalzusammenstoß mit dem Auto der Bad Arolser Familie. Der Fahrer und seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz starben noch im Fahrzeug.


Nach der schweren Kollision blieben das Auto und der Lieferwagen quer auf der Bundesstraße stehen. Um die Verletzten zu versorgen, rückten zwei Notärzte und die Besatzungen dreier Rettungswagen aus, außerdem nahmen die beiden Rettungshubschrauber Christoph Gießen und Christoph 7 Kurs auf die Unfallstelle. Beide Helikopter landeten auf einem Feld neben der Bundesstraße. Die Feuerwehren aus Bad Arolsen und Mengeringhausen, die mit insgesamt etwa 40 Freiwilligen ausgerückt waren, hatten unter anderem die schwierige Aufgabe, die beiden im Fahrzeug eingeklemmten Verstorbenen zu befreien.


Die Rettungs- und Bergungsarbeiten erstreckten sich bis in den Abend. Bei dem mutmaßlichen Unfallverursacher wurde eine Blutentnahme angeordnet. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt. Auf Anordnung der Kasseler Staatsanwaltschaft nahm ein Sachverständiger an der Unfallstelle seine Arbeit auf. Er soll in einem Gutachten den Hergang des folgenschweren Verkehrsunfalls klären. Zur Unfallzeit war die Bundesstraße trocken. Die Schadenshöhe bezifferte die Polizei am Abend mit 35.000 Euro. Inzwischen ist die Bundesstraße wieder frei. (pfa)

(Text und Bild: 112-Magazin.de)

 

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